Institut Marquès in Barcelona – Kinderwunschbehandlung, die nicht nach Schema klingt
Das Institut Marquès ist eine Kinderwunschklinik in Barcelona, die man gut einordnen kann, wenn man nicht nach der einen „besten“ Methode sucht, sondern nach einem Rahmen, in dem die eigene Situation sauber sortiert wird. Es ist diese erste Ebene, die im Kinderwunsch oft unterschätzt wird: nicht sofort mehr machen, sondern erst einmal verstehen, was wirklich trägt – medizinisch und im eigenen Kopf.
Inhaltlich liegt das Institut im Spektrum klassischer Behandlungen wie IVF und ICSI. Das sind Begriffe, die schnell wie Standard wirken, aber selten Standard sind – weil Ausgangslagen verschieden sind, weil Vorgeschichten unterschiedlich lang sind und weil manche Entscheidungen schlicht Zeit brauchen, bis sie sich richtig anfühlen.
Was beim Institut Marquès außerdem als eigener Bereich dazugehört, ist Fertilitätserhalt – also das Einfrieren von Eizellen (Social Freezing), wenn Zeit, Lebensplanung oder medizinische Gründe das Thema nach vorne schieben. Auch das ist kein „Sicherheitsknopf“, den man drückt. Eher eine Option, die dann sinnvoll ist, wenn sie nicht aus Panik, sondern aus Klarheit entsteht.
Musik im Labor – ein ungewöhnlicher Ansatz bei Institut Marquès
Beim Institut Marques in Barcelona gibt es ein Detail, das man nicht in jeder Kinderwunschklinik findet: Musik spielt dort nicht nur irgendwo im Hintergrund, sondern ist Teil eines konkreten Laborkonzepts. Die Idee dahinter ist nüchtern, auch wenn sie im ersten Moment ungewöhnlich klingt: Musik erzeugt feine Vibrationen, die Bewegungen nachahmen, die befruchtete Eizellen auf dem Weg Richtung Gebärmutter im Körper erleben.
Spannend ist dabei weniger das Wort „Musik“ als die Frage, was im Brutkasten eigentlich passiert, wenn nichts in Bewegung ist. Institut Marquès beschreibt, dass diese Mikrovibrationen das Nährmedium im Inkubator leicht „aufwühlen“ können, sodass Nährstoffe gleichmäßiger verteilt werden und Stoffwechselprodukte nicht so konzentriert an einer Stelle liegen bleiben. Das ist kein romantischer Gedanke, sondern ein Versuch, Laborbedingungen ein Stück näher an das heranzuschieben, was außerhalb des Labors von selbst passiert.
Und dann gibt es noch die zweite Ebene: Die Klinik hat das Thema so weit ausgeweitet, dass es auch Live-Musik direkt für die Inkubatoren gab. Nicht als Show, sondern als konsequente Fortsetzung derselben Idee – wenn man schon mit Schwingungen arbeitet, dann nicht nur theoretisch, sondern konkret.
Musik im Labor: Kein Zaubertrick. Sie kann in einem klaren Konzept sinnvoll sein – und genauso sinnvoll kann es sein, sich nur auf das zu stützen, was zur eigenen Situation wirklich passt.
Institut Marquès Barcelona für Frauenpaare – von Insemination bis ROPA
Wenn ein Frauenpaar im Institut Marques in Barcelona ankommt, ist der Ausgangspunkt oft ein anderer als bei klassischen „unerfüllter Kinderwunsch“-Geschichten: Es geht nicht zwingend um Unfruchtbarkeit, sondern erst einmal um den fehlenden männlichen Partner – und damit um die Frage, welcher Weg sich medizinisch sauber und menschlich stimmig anfühlt. Genau deshalb wird bei Frauenpaaren häufig mit den Grundlagen begonnen: Insemination (IUI) mit Spendersamen oder IVF mit Spendersamen, je nachdem, was zur Situation passt.
Spannend wird es dort, wo ein Kinderwunsch nicht nur „für eine“ Frau gedacht wird, sondern für beide. Das ist der Punkt, an dem die sogenannte gemeinsame Mutterschaft ins Spiel kommt – oft als ROPA (reciprocal IVF) bekannt. Der Gedanke ist einfach, aber emotional groß: Eine Frau gibt die Eizellen, die andere trägt die Schwangerschaft. Medizinisch läuft das im Kern wie eine IVF ab – mit dem Unterschied, dass die Rollen im Paar geteilt werden. Für manche ist genau das wichtig, weil es nicht um Symbolik geht, sondern um Beteiligung.
Dazu gehört auch eine nüchterne Einordnung, die man nicht wegwischen sollte: In Spanien ist Spende im Regelfall anonym geregelt – gleichzeitig ist bei der gemeinsamen Mutterschaft die „Spende“ zwischen Partnerinnen eine besondere Konstellation, weil sie nicht dem klassischen anonymen Spendenmodell entspricht. Das ist weniger eine romantische Idee als vielmehr eine rechtliche und medizinische Rahmenbedingung, die man vorher verstehen muss, bevor man in Entscheidungen hineinläuft.
Unterm Strich lässt sich dieser Bereich am Institut Marquès so beschreiben: Es geht nicht darum, Frauenpaare in ein Standardprogramm zu drücken. Es geht darum, aus den wenigen klaren Möglichkeiten den Weg zu wählen, der zur Beziehung, zur Biografie und zur medizinischen Ausgangslage passt – und der sich später auch noch wie der eigene anfühlt.
Barcelona, Alltag und Entscheidung – wenn der Plan nicht größer werden muss
Am Ende läuft es bei Frauenpaaren oft auf etwas hinaus, das erstaunlich schlicht klingt: einen Weg, der zur eigenen Beziehung passt. Nicht, weil man „alles ausprobieren“ will, sondern weil man sich im Kinderwunsch irgendwann nach einem Plan sehnt, der nicht weiter anwächst. Bei dem Institut Marques in Barcelona lässt sich dieser Bereich deshalb gut als ein Spektrum verstehen: von Insemination und IVF mit Spendersamen bis hin zu ROPA, wenn beide Partnerinnen spüren, dass sie sich die Rolle im Prozess teilen möchten – eine gibt die Eizellen, die andere trägt. Das ist medizinisch erklärbar, aber es ist vor allem eine Frage von Gefühl und Identität.
Wichtig ist dabei, dass eine Entscheidung nicht nur im Kopf „richtig“ sein muss. Sie muss sich auch später tragen lassen. Viele Paare merken erst im Gespräch, wie viele kleine Punkte dazugehören: Was ist uns wichtig – biologisch, rechtlich, emotional? Wie sprechen wir später darüber? Wie viel Offenheit fühlt sich gut an, ohne dass es zur Pflicht wird? Und wie gehen wir mit dem Teil um, der schlicht Rahmen ist – etwa mit dem, dass Spendersamen in Spanien in der Regel anonym geregelt sind? Diese Fragen sind zwar nicht dramatisch, aber ernst. Und sie verdienen Ruhe.
Und vielleicht ist genau das der eigentliche Prüfstein für eine Klinik: ob sie diesem Thema die passende Form gibt. Nicht durch große Worte, sondern durch eine klare Einordnung. Nicht durch Druck, sondern durch Struktur. So, dass am Ende kein „Programm“ übrig bleibt, sondern ein Weg, den man als Paar wirklich gehen kann – in Barcelona, aber vor allem im eigenen Leben.
