Eugin Portugal in Coimbra
Viele, die sich mit einer Behandlung in Portugal beschäftigen, haben schon einiges hinter sich. Mehrere Versuche, immer neue Befunde, vielleicht auch Fehlgeburten – und irgendwann kommt die Frage, ob der bisherige Weg überhaupt noch der richtige ist.
Bei Eugin Portugal in Coimbra werden ganz unterschiedliche Situationen behandelt. Manche versuchen es noch einmal mit den eigenen Eizellen. Andere beschäftigen sich inzwischen mit einer Eizellspende. Frauenpaare können ROPA nutzen, alleinstehende Frauen eine Behandlung mit Spendersamen.
Gerade bei einer Eizellspende verändert sich aber mehr als nur die medizinische Behandlung. Plötzlich geht es auch um Herkunft, um die spätere Geschichte des Kindes und um Fragen, die heute vielleicht noch weit weg erscheinen.
Und genau hier wird Portugal interessant: Die Spende bleibt für die Eltern geschützt, das Kind kann später aber erfahren, von wem die Eizelle stammt. Für manche ist das nur ein Detail. Für andere ist genau das einer der Gründe, warum Portugal überhaupt infrage kommt.
Offene Eizellspende bei Eugin Portugal – wenn das Kind später wissen darf, woher es kommt
Eine Eizellspende ist für viele erst einmal ein großer Schritt. Oft geht diesem Gedanken einiges voraus: Behandlungen mit den eigenen Eizellen, Hoffen, Warten, vielleicht mehrere negative Versuche. Und irgendwann steht eine Entscheidung im Raum, von der man am Anfang des Kinderwunsches wahrscheinlich noch gedacht hat, dass man sie niemals treffen müsste.
In Portugal ist die Eizellspende nicht dauerhaft anonym. Während der Behandlung erfahren die zukünftigen Eltern nicht, wer die Spenderin ist, und es gibt auch kein persönliches Kennenlernen. Das aus der Spende entstandene Kind hat später aber eine Möglichkeit, die es in vielen anderen Ländern nicht gibt: Mit Erreichen der Volljährigkeit kann es die Identität der Spenderin erfahren.
Ich finde, genau darüber sollte man schon vor einer Eizellspende nachdenken. Nicht, weil man heute wissen könnte, welche Fragen das eigene Kind mit 18 einmal haben wird. Das kann niemand. Aber man kann sich heute dafür entscheiden, ob diese Tür später grundsätzlich offen oder für immer geschlossen sein soll.
Bei Eugin Portugal werden die Spenderinnen vor der Spende medizinisch untersucht. Beim Matching werden unter anderem körperliche Merkmale und die Blutgruppe berücksichtigt; Eugin gibt für seine Spenderinnen ein Alter zwischen 18 und 34 Jahren an.
Für mich liegt der entscheidende Unterschied trotzdem nicht im Matching. Es ist die Möglichkeit, dass ein Kind viele Jahre später selbst entscheiden kann, ob es wissen möchte, von wem die Hälfte seiner genetischen Herkunft stammt.
ROPA bei Eugin Portugal – wenn beide Frauen ihren eigenen Teil beitragen möchten
Für Frauenpaare ist ROPA mehr als nur eine andere Form der IVF. Eine Frau gibt die Eizellen, die mit Spendersamen befruchtet werden. Der Embryo wird anschließend der Partnerin übertragen, die die Schwangerschaft austrägt. Damit sind beide auf unterschiedliche Weise unmittelbar beteiligt.
Gerade darin liegt für viele der besondere Reiz. Die eine Frau gibt die genetische Verbindung weiter, die andere erlebt Schwangerschaft und Geburt. Welche von beiden welche Rolle übernimmt, ist keine rein medizinische Entscheidung. Alter, Eizellreserve und gesundheitliche Voraussetzungen spielen eine Rolle – genauso aber auch die Frage, wie sich dieser Weg für beide anfühlt.
Eugin Portugal bietet daneben auch IVF oder Insemination mit Spendersamen an. ROPA ist also nicht automatisch der „bessere“ Weg für ein Frauenpaar, sondern eine zusätzliche Möglichkeit für diejenigen, die beide körperlich an der Entstehung ihres Kindes beteiligt sein möchten.
Eugin Portugal in Coimbra – wenn Universität und Kinderwunschmedizin zusammenkommen
Eugin Portugal in Coimbra wirkt auf den ersten Blick deutlich überschaubarer als die großen internationalen Kinderwunschzentren. Genau das macht den Standort aber interessant. Hinter der Klinik steht ein kleines medizinisches Team, das eng mit Wissenschaft und Universität verbunden ist.
Mit Prof. Dr. Ana Teresa Almeida Santos gehört eine der bekanntesten portugiesischen Reproduktionsmedizinerinnen zum Team. Sie ist wissenschaftliche Koordinatorin von Eugin Portugal. Daneben stehen Dr. Ana Sofia Pais als klinische Direktorin und Dr. Ana Filipa Ferreira im Ärzteteam. Was dabei auffällt: Die medizinische Arbeit wird nicht nur als Behandlung verstanden, sondern sehr stark mit Forschung, Lehre und wissenschaftlichem Austausch verbunden.
Eugin selbst beschreibt diesen Ansatz recht klar: neue Verfahren sollen nicht einfach übernommen werden, nur weil sie neu sind. Entscheidend soll sein, ob sie wissenschaftlich begründet sind und für den jeweiligen Patienten wirklich etwas bringen. Genau das passt für mich gut zu Coimbra. Keine riesige Klinik, die mit möglichst vielen Möglichkeiten wirbt, sondern ein Standort, bei dem medizinische Erfahrung und wissenschaftliches Denken ziemlich nah beieinanderliegen.
